AUSSTELLUNGSBERICHT FÜR DAS JAHR 2016 DES SONDERVEREINES DER SELDSCHUKEN

   

Im November Sonderschau in Straßkirchen:

 

Aus der Not geboren, nein ganz sicher nicht!

Die 65. Bayrische Landesschau wurde im Mai abgesagt, konnte dann doch durchgeführt werden. Nach der Absage der Landesschau nahmen wir Kontakt mit der Ausstellungsleitung von GZV Straßkirchen auf und meldeten angeschlossen an die 55. Niederbayrischen Bezirksschau unsere Sonderschau an. Großen Dank an die Ausstellungsleitung, dass wir sofort eine Zusage bekamen und wir waren gut untergebracht in ihrer schönen Halle. 86 gemeldete Tiere, eine beachtliche Meldezahl für unseren Club. Leider erkrankten zwei Züchter und konnten ihre Tiere nicht zur Schau bringen. Trotz allem, die 4 Farben waren vertreten und der Preisrichter hatte genügend Arbeit um die Spitzentiere heraus zu finden. 18 schwarze Tiere, eine gute Kollektion. Doch auch noch einige kleine Wünsche in Farbe und Stand waren zu bemängeln. Aber für mich auch einige sehr viel versprechende Tiere, vor allen die Täubinnen, die waren Klasse. Die Weißen, 12 Tiere alle von der ZG Fenzl- Hammerschmid. Keine unter sg94. Diese Kollektion war schon sehr ausgeglichen und mit höchst Noten gesegnet. Natürlich sind auch hier noch kleinere Wünsche offen und man kann getrost sagen, hier wurde schon viel erreicht und kleine Wünsche soll man immer haben, denn das bringt den Fortschritt in der Zucht. Die 20 Eisfarbigen, welche Überraschung. Unser österreichischer Zuchtkollege stellt hier 2x die Höchstnote V97 und war mit all seinen Tieren im hohen sg-Bereich. Aber es waren auch noch einige sehr gute Tiere in dieser Gruppe. Für mich persönlich war die 0.1 im Käfig 1686 von der ZG Fenzl/Hammerschmid im Fächer die Beste, leider war sie im Halsgefieder noch nicht ganz fertig und bekam aber zurecht eine hervorragende Note. Bei den 27 Weißschwänzen überrascht mich nichts mehr. Vor ein paar Jahr waren sie kaum zu sehen und jetzt sind sie der stärkste Farbenschlag. Hier wurde wirklich züchterische Meisterleistung erbracht. Dieses Farbenspiel spricht natürlich an, satt schwarz und einen schönen weißen Fächer, das ist für jeden Taubenzüchter ein Augenschmaus. Ich kann nur noch sagen: „weiter so“.

 

 

Was in Straßkirchen bei der Sonderschau geschah und die Aussagen im Nachhinein:

Neuzüchtungen in der Farbe weiß mit schwarzen Schwanz bewertet mit sg 95! Mehr Pfautaubentyp im Fächer und dunklen Augen.

Eine neue Aufgabe stellt sich Rudi Fenzl laut eigener Aussage mit der Neuzucht der Schwarzweißgescheckten.

Wollen wir das alles oder wollten wir nicht Kulturgut erhalten????

 

Mit freundlichen Grüßen Zuchtwart Ebner

 

 

 

HSS auf der 65. VDT Schau in Erfurt!

 

Betrachtet man diese Schau mit etwas zeitlich Abstand, dann hatten wir großes Glück, dass diese Taubenschau noch abgehalten werden konnte. Alle nachfolgenden Schauen wurden meines Wissens leider nach aus Polizei-und Veterinärgründen abgesagt. Stallpflicht für Geflügel war im ganzen Bundesgebiet angesagt, das heißt auch keine Taubenausstellungen mehr, obwohl bewiesen ist, dass eine Taube und auch der Mensch diesen Virus H5N8 gar nicht bekommen kann. Erfurt im Großen und Ganzen eine schöne Veranstaltung, aber vermutlich musste Energie gespart werden, denn in einigen Käfigreihen war es so dunkel, dass man genau hinsehen musste, ob das eine blaue oder schwarze Taube ist. Somit war eine korrekte Bewertung der Tiere für die Preisrichter nicht immer leicht. Tiere die farblich nicht rein waren, z.B. Flügelschild rußig, Schwingen schilfig oder die Augen unrein, konnte man nur beurteilen, wenn  man die Taube in die breiten, gut beleuchteten Hauptgänge trug. In dieser Hinsicht muss der Veranstalter noch etwas Erfahrung sammeln. Leider waren nur 58 Seldschuken von 6 Züchtern auf unserer HSS. Es fehlten natürlich die Tiere die eine Woche später in Leipzig gemeldet waren und aus bekannten Gründen nicht ausgestellt werden konnten.

Die 12 schwarzen Seldschuken machten meines Erachtens im gesamten Erscheinungsbild ein Schritt nach vorne, vom Typ und der Farbe. Pö a Pö geht’s vorwärts in der Schnabellänge- und Breite. Eine besondere Beachtung sollte man auch der Reinheit der Augenfarbe schenken. Bei schilfigen Schwingen oder Schwanzfedern hilft auch Putzen nicht. Wenn die Feder zerstört ist, ist keine hohe Bewertungsnote möglich.Von den Schwarzen waren aber auch einige klasse Tiere dabei. Mit diesen Tauben kann man äußerst positiv in die Zukunft blicken. Hervorragend war die 0.1 von der ZG Fenzl/ Hammerschmid mit dem SV-Band.

Die 8 Weißen waren durch die Bank eine sehr gute Kollektion mit vielen hohen Sg-Noten. Aber auch bei dieser Gruppe gibt es noch Verbesserungswünsche im Schnabelstipp und in der noch reineren Augenfarbe. Die 3 jungen Täubinnen, die waren Klasse. Sie standen topfit und überzeugend bis zum letzten Tag der Ausstellung im Käfig. In der Körpermasse und in der Körpergröße und Haltung sind sie schon sehr gut. Die Täuber standen den Täubinnen nicht viel nach, somit war das eine super ausgeglichene Gruppe. Josef Ebner erreichte 3x sg95 und 1x V 97 TRCE Band mit seinen weißen Seldschuken.

Die 23 Eisfarbigen von 4 Ausstellern, in dieser Gruppe oder bei unserem Paradefarbschlag waren die größten Notenunterschiede. Hier hat man in den vergangenen Jahren schon viel bessere Kollektionen gesehen. Mit über 50% war die Note sg93 und darunter im Durchschnitt sehr schwach. Aber diese schwachen Noten verdienten sich auch die Tauben. Viele Tiere zeigten Schwächen in der Farbe, aber auch der Typ war oftmals viel zu lang. Bindenansätze, dieses Manko sollte langsam der Vergangenheit angehören. In dieser Gruppe war der Züchter Hartmut Döppert mit 2 x hv96 und 1xV97 VDT Band der große Gewinner. Er stellte auch noch den Championanwärter der Gruppe der Strukturtauben.

Die 15 Tiere in schwarz mit weißem Schwanz. Hier geschieht in der Zucht noch so Einiges. Viele sehr gute Tiere vor allem in der Farbe oder besser gesagt in der Lackfarbe. Glänzender Grünlack, das wollen wir und das sieht auch sehr toll aus. Der Farbschnitt sollte auf den Rücken schon korrekt wachsen, aber auf der Fächerunterseite spielt der Farbschnitt für mich keine Rolle. Lieber etwas mehr schwarze Feder im Keil als zu wenig. Es sollte bei der Bewertung keine Rolle spielen, denn somit steuern wir auch den After- und Bauchweiß entgegen. Einen glatten Farbschnitt können wir auch nicht verlangen, denn wir züchten einen Farbschlag bei denen die Schwanzfedern beidseitig farbig sein dürfen. Vermutlich liegt dieser Farbschlag fast nur in den Händen unseres Vorsitzenden, Steffen Gruber. Er errang alle hohen sg-Noten bis zum hv96 und V97 mit SV Band. Bei dieser Gruppe sind natürlich noch einige züchterische Aufgaben vorhanden, wie auch bei den anderen Farbschlägen, z.B. Kopfpunkte. Aber ich wiederhole mich gerne:  "wir sind auf einem guten Weg in der Zucht, denn wir wollen weitergehen und hoffen auf ein gutes vogelgrippefreies Zuchtjahr 2017".

3 x Deutsche Meister wurden für unsere Seldschukentauben für Hartmut Döppert eisfarbig, Josef Ebner weiß und Steffen Gruber schwarz mit weißem Fächer vergeben.

 

Mit freundlichen Zuchtwart Ebner




Seldschuke schwarz

0.1 jung hv96 EB - Sonderschau 2016 in Straßkirchen - ZG Fenzl/Hammerschmid

Seldschuke

0.1 jung V97 TRCE-Band - HSS 2016 in Erfurt - Josef Ebner 

Seldschuke

1.0 alt V97 SV-Band - HSS 2016 in Erfurt - Steffen Gruber

Seldschuke

Seldschuke jung AOC-Klasse - weiß mit schwarzem Fächer - Züchter Rudi Fenzl

Seldschuke

Züchter Rudi Fenzl und SV-Vorsitzender Steffen Gruber vor den Käfigen

der Sonderschau der Seldschuken in Straßkirchen.

 

Tauben

                                         Seldschuke in Perfektion!

 

                                                                                                                Balsam für das Züchterauge!

 

Wunsch oder Realität? Ein Wunsch wäre es, wenn wir mehrere so schöne Tiere in eisfarbig hätten!

Meines Erachtens kann man mit solchen Tauben, in dieser Qualität, getrost in die Zucht gehen.Diese Täubin ist für mich zukunftsweisend, bei diesem Tier gibt es zur Zeit nichts zu bemängeln. Wenn man ein Resümee zieht, was vor wenigen Jahren auf dem Markt war und jetzt die „Ist- Situation“ betrachtet, so kann man mehreren Züchtern nur gratulieren, was sie in wenigen Jahren erreicht haben. Liebe Züchter, betrachtet dieses Tier einmal genau und vergleicht es mit unserem gültigen Standard von „gesamten“ Erscheinungsbild! Dann müsst ihr feststellen, eine klasse Taube, die alles besitzt um über sie zu sprechen oder zu schreiben. Ohne „wenn“ und „aber“ ist dieses Tier Spitze. Ich möchte diese Taube einmal aus meiner Sicht mit meinen Worten beschreiben. Kopfpunkte: Einen sehr schönen Schnabel, nicht zu lang und gute Substanz, hell mit der optimalen Schnabelfarbe und Stipp. Der Schnabel ist schön eingebaut, mit einem wunderbaren, schönen Stirnansatz. Der Kopf oder besser gesagt, die schöne Kopfplatte ohne Kanten, super verschliffen in einen optimalen Hengstnacken übergehend. Das Auge: besser geht es nicht mehr! Ein wunderbares Perlauge. Leuchtend, strahlend vor Vitalität ohne rötliche Einlagerungen, einfach Klasse !Der leichte Hengstnacken und die Brust setzen farblich nicht ab, der Nacken und Hals breit aus dem Körper kommend, nicht zu lang und das Halsgefieder schön glatt. Hier sieht man nicht einmal das dunklere Untergefieder.Die Brust: breit, schön gewölbt, leicht angehoben getragen, mit einer gewissen Eleganz. Diese Taube weiß das sie schön ist. Der Körper super proportional, im Rücken nicht zu lang, breit im Flügelschild ohne jegliche farbliche Einlagerung. Weder ein Bindenansatz, noch ein rußiges Flügelschild. Die Schwingen sind bei dieser schönen Eisfarbe einfach Klasse. Die Beine mit der Bestrümpfung optimal. Wir wollen weder eine Belatschung noch nackte Zehen. Die Beine sind kurz zum ganzen Körper passend. Der Fächer das Non plus Ultra, beziehungsweise der Aufbau vom Fächer einfach Klasse. Er ist freitragend-breit, oben spitz zusammenlaufend, wunderbar geschlossen, die Fächerfedern nicht zu lang. Die Eisfarbe im Fächer wunderbar, die Eisfarbe setzt auch am Rücken nicht ab. Die Schwanzbinde farblich satt, nicht zu breit aber auch nicht zu schmal. Einfach so wie wir sie wollen. Der Bindensaum im Fächer die gleiche super Eisfarbe wie die ganze Taube.

Diese Taube auf dem Bild ist für mich ein zukunftsweisendes Tier, einfach eine Beauty!

Zuchtwart Josef Ebner